Kamerun

Al Massira in Kamerun und darüber hinaus

30.6.2023
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5
Min.
Ein etwas älterer Teilnehmer an den Schulungen in traditioneller Kleidung

Im Mai fanden zwei Al Massira-Schulungen statt, eine in Douala, der quirligen Hafenstadt im Süden von Kamerun, und eine in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik (ZAR). Al Massira ist arabisch und bedeutet ‹die Reise›.

Es handelt sich um eine Entdeckungsreise durch die ganze Bibel unter dem Slogan ‹mit den Propheten unterwegs, um den Messias zu entdecken›. Erneut lernten engagierte Gemeindemitarbeitende und Pastoren die umfangreichen Al Massira-Filme kennen, um danach als Gruppenleitende mit diesem Material Menschen mit Gottes Liebe zu erreichen. In den intensiven vier Kurstagen entdeckten sie, wie man die wunderbare Botschaft in freundschaftlicher Weise weitergeben kann, dies insbesondere unter Freunden der anderen Buchreligion.


In Kamerun ist Al Massira bereits bekannt. Seit 2019 sind viele Gruppenleitende geschult worden und 2022 fünf davon als Ausbildner. Sie helfen nun mit, dass andere das wertvolle Material entdecken und verwenden können. Als Leiterin der Schulungen übertrage ich ihnen mehr und mehr den Unterricht und fungiere als Coach, damit sie bald selbstständig solche Schulungen durchführen können. Unter den Lehrern sind auch Sanda, Ayouba und Yaya, welche sich in der Übersetzung und Synchronisierung der Al Massira-Filme in Fulfulde intensiv eingebracht hatten. Die Ausbildner sind auch in den Nachbarländern gefragt, wo Al Massira noch neu ist. Daher waren Yaya und Sanda in der ZAR mit dabei.

Die ZAR ist ein gebeuteltes Land, als Binnenland benachteiligt, durch viele Jahre Bürgerkrieg und Terror gezeichnet. In weiten Teilen des Landes ist es sogar zu gefährlich, um Landwirtschaft zu betreiben! Treibstoff ist knapp und kostet etwa doppelt so viel wie in unseren Ländern – kaum vorstellbar, zählt doch die Bevölkerung der ZAR zu der ärmsten der Welt. Entsprechend einfach ging es beim Seminar zu! Für die 60 Teilnehmenden in Bangui war es eine Ermutigung, dass wir aus dem Ausland zu ihnen gekommen sind. Zudem sind zum ersten Mal im Land Christen aus fast 20 verschiedenen Denominationen mit einem gemeinsamen Ziel zusammengekommen. Es könnte der Anfang eines Netzwerks werden und der Keim einer neuen Einheit von Jesusnachfolgern. Ein Teilnehmer aus Bangui, selbst Leiter einer Bibelschule, meinte: «Ich habe so viel Neues entdeckt. Jetzt starte ich ‹die Reise› erst mal mit meiner Familie, um mit ihnen den wunderbaren Plan Gottes in der ganzen Bibel zu entdecken.»

Einer der Teilnehmer in Douala war G., ein frisch pensionierter Bankdirektor. Er war aus Zeitgründen zunächst nur zum ‹Schnuppern› gekommen. Doch am Mittag des ersten Tages hat er sein Programm geändert und ist geblieben. Und wie engagiert er dabei war! Nach den vier Tagen erzählte er: «Genau das habe ich gesucht! Ich wusste nie, wie ich mit den Andersgläubigen in meiner Familie reden sollte. Jedes Gespräch über den Glauben führte zu fruchtlosen Diskussionen, in denen nur jeder Recht haben wollte. Jetzt habe ich einen anderen Ansatz gefunden, einen einladenden! Ich verstehe: es geht nicht um Argumente, sondern dass ich einfach von dem erzähle, was ich in meinem Leben mit Jesus erlebe. Und ich habe das wunderbare Material von Al Massira, das zum Entdecken einlädt. Ich weiss schon, mit wem ich ‹die Reise› starten werde!»
Hanna W.

Wasserverbauung

Wir sind SAM global sehr dankbar für die Unterstützung zum Bau einer Stützmauer an unserem Collège Protestante de Mokolo (Col.Pro.Mo). Diese Mauer schützt unser Gelände, das durch die Erosion infolge der grossen Regenfälle verkleinert worden war. Nun sind unsere Hofmauer und unsere Klassenzimmer, die bedroht waren, sicher. Schülerinnen und Schüler, das Verwaltungspersonal, die Lehrkräfte und das Unterstützungspersonal – wir möchten allen, die durch ihr Gebet und ihre Spenden dazu beigetragen haben, dass dieses Projekt verwirklicht werden konnte, unseren herzlichen Dank aussprechen und Gott möge Sie über Ihre Erwartungen hinaus segnen.
Godjaî N.

Kurznachrichten

Auf 1. Juni sind im Oeuvre Médicale nach gründlicher Prüfung 14 junge Leute neu eingestiegen: 3 Krankenpfleger/innen mit einjähriger Ausbildung, 3 Personen mit Ausbildung im Labor und 8 Schulabgänger, davon 6 mit Abitur und 2 mit Sekundarabschluss. Nach einer ersten Kurswoche erleben sie nun eine praktische Einführung in den verschiedenen Gesundheitszentren. Nach einer Praktikums- und Probezeit können beide Seiten entscheiden, ob und wo sie weiter im OM sich einbringen oder eine Ausbildung machen.
Hanna W.

Witwenprojekt Rings of Hope: Wir freuen uns, dass in den letzten Monaten bereits 8 Gruppen entstanden sind. Die einzelnen Gruppen treffen sich wöchentlich, um ihren Sparbetrag einzulegen und evt. einen Kleinkredit für ein kleines Projekt aufzunehmen. Was ihnen genau so wichtig ist: der Austausch und das Besprechen ihrer Probleme und Sorgen als Witwe (Erziehung der Kinder, ihr Unterhalt mit Schulgeld usw.). Nebst dem Austausch wird zusammen die Bibel studiert und gebetet.
Helen M.

Save the date

Treffen des Kamerun Fan-Clubs mit Moussa H. S., Leiter des Oeuvres Médicales sowie Fidèle Y., den Direktor des Theologischen Instituts in Maroua am

Samstag, 28. Oktober 2023 in der FEG Langenthal

Infos und Anmeldung bei:
Vreni Kohli: vreni.kohli@gmail.com

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